Es war einmal in einem Tal, das keiner Karte mehr gehört, ein Fluss, der nicht nur Wasser, sondern Erinnerungen trug. Man nannte ihn Sorgenthal, denn wer ihn durchquerte, verlor einen Gedanken – manchmal einen schweren, manchmal einen leuchtenden.
Im Herzen dieses Tals lebte ein Sauropode namens Lohar. Er war größer als die Bäume, langsamer als der Wind, und doch stiller als der Himmel. Jeden Morgen stand er am Ufer des Flusses und lauschte. Denn Lohar konnte hören, wie die Erde atmete.
Er hörte das Knistern der Farnblätter, das Wispern der Berge und das Lachen der fliegenden Reptilien, die hoch über den Wolken ihre Kreise zogen. Und vor allem hörte er die Stimmen der Vergessenen – jene, die einst hier lebten, ihre Spuren im Stein hinterließen und nun Teil des Windes waren.
Eines Tages fiel ein Stern vom Himmel. Nicht laut, nicht feurig – sondern leise wie eine fallende Feder. Der Stern landete in einem Farnbusch, und aus seinem Licht formte sich ein junges Wesen: Aloya, eine Hüterin der Erinnerung.
Sie war klein wie ein Schmetterling, aber ihr Licht reichte bis in die Tiefen des Bodens. Sie sprach nicht viel, doch wer sie ansah, erinnerte sich plötzlich an längst vergessene Träume. Lohar, der Riese, erkannte sie sofort. Nicht aus dem Verstand, sondern aus dem Herzen.
„Du bist Licht aus gestern“, murmelte er, während die Sonne die Nebelschichten des Morgens gold färbte. „Und du bist Zeit aus Erde“, antwortete Aloya.
Gemeinsam wanderten sie durch das Tal. Lohars Schritte formten neue Flussläufe, Aloyas Licht brachte alte Fossilien zum Leuchten. Die Pterosaurier flogen tiefer, neugierig. Die Farne öffneten sich weiter, als würden sie zuhören.
Als sie eines Abends vor dem Vulkan standen, fragte Aloya: „Wenn du alles hörst, was flüstert – was sagt der Stein?“ Lohar schwieg lange. Dann sagte er: „Der Stein sagt, dass nichts wirklich vergeht. Es bleibt – als Muster, als Lied, als Staub.“
Und so hinterließen sie ein neues Echo im Tal: Ein Riese mit Herz aus Erde und eine Hüterin mit Flügeln aus Licht. Und bis heute – wenn der Nebel über das Jurassic River Valley zieht, erzählt der Fluss von ihnen. Wer hinhört, erkennt das Atmen der Erde – und vielleicht auch das eigene.
Kurzes Gedicht dazu:
Ein Schritt im Licht, so groß, so still,
ein Fluss erzählt, was niemand will.
Ein Baum, ein Berg, ein Flügelschlag –
und Zeit wird Traum für einen Tag.
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